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"Deine Party Gegen Armut" im SubOptimal"


Der Begriff "Globalisierung" bekam ein Gesicht

Am 02. Juni '07 fand in der Böttgerstraße im Suboptimal in Bamberg parallel zum G8 Gipfel "Deine Party gegen Armut" statt. Der Gipfel kostete 90 Millionen Euro, die Party den Besucher nur 300 Cent. Attac Bamberg war Veranstalter des Konzerts. Sowohl amnesty international als auch ['solid] waren ebenfalls an diesem Abend präsent.

Neben der Bamberger Country-Punk Band "Fab Rough Riders" hielten Rockgiganten wie "Delikatessen", "Samt & Krallen" und "Funk Project" das Publikum auf Siedetemperatur. Alle verzichteten zu Gunsten der Veranstaltung auf ihre Gage, doch die Resonanz war trotz leerer Taschen von Anfang an positiv. Die Zuschauer zeigten sich interessiert und begeistert, als in den Pausen zwischen den Auftritten Videoclips zu aktuellen globalen Ereignissen aufgeführt wurden.

Foto Buehne SubOptimal  Foto Infostaende SubOptimal

Die Phrase "Globalisierung" bekam ein Gesicht. Ein Gesicht, das in der gedeihlich fetten Zucht zufriedener, mittelmäßiger Berichterstattung keinen Platz hat. Zu sehen waren Menschen, die im Schweiße ihres Angesichts sich und ihre Familien jeden Tag aufs Neue durchzubringen versuchen und dabei in den Freihandelszonen von Portugal über Nicaragua bis China für weniger als 5 Dollar am Tag Textilien fertigen, Schuhe produzieren. Der UN Sonderbotschafter Jean Ziegler stellte in einem der Clips sein neues Buch ("Das Imperium der Schande - Der Kampf gegen Armut und Unterdrückung") vor.
Prädikat: besonders lesenswert.

Neben dieser filmischen Darstellung weltweiter Krisenherde zeigten Stephan Kettner und Joern Koller auf der Bühne den ökonomischen Zusammenhang zwischen Armuts- und Reichtumsentwicklung. Die Steuerflucht sowohl der vermögenden Konzerne als auch von Einzelpersonen reißen jährlich ein Loch von 255 Milliarden Dollar in die öffentlichen Haushalte aller Staaten. Staatsverschuldung, Investitionskürzungen speziell in den Sozialhaushalten und die Privatisierung verfassungsrechtlich geschützter Güter sind die Folge.

Die Medienpräsenz war gut:
Der Fränkische Tag hatte einen Journalisten eigens für die Berichterstattung des Konzerts und den G8-Gipfel abgestellt. Im Vorfeld der Veranstaltung sind mehrere hundert "Flyer" verteilt worden. Radio Bamberg hat die Veranstaltung im Äther - und die Fränkische Nacht selber unter ihren Lesern verbreitet. Das relativ magere Ergebnis von 150 Gästen ist auf die Veranstaltungsdichte in Bamberg und den G8-Gipfel selbst zurückzuführen, wodurch unsere Zielgruppe weit weit verstreut wurde. Ob die Veranstaltung ein Erfolg im Sinne einer breiteren Akzeptanz attacs in der Öffentlichkeit war, ist nicht sicher. Sicher jedoch ist:

"Das war nicht das letzte Konzert! Wir machen weiter! Weiter im Geiste all derer, in deren Herzen und Köpfen die Vision einer Welt ohne Ausbeutung schon jetzt real ist!"


Fotos:  Malte E. Kollenberg






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