attac ist ein französisches Kürzel und steht für "Association pour une Taxation des Transactions financières pour l'Aide aux Citoyens."
Wörtlich übersetzt heißt das: Vereinigung für eine Besteuerung von Finanztransaktionen zum Wohle der BürgerInnen.
Das Arbeitsgebiet von attac liegt bei der Aufklärung der Menschen über bestimmte wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge und in der Hilfestellung bei der Selbst-Befreiung der Bürger von der durch die Mainstream-Medien verordneten politischen Unmündigkeit.
Seit den Protesten in Genua 2001 für eine soziale und ökologische Globalisierung ist die globalisierungskritische Bewegung in aller Munde.
200.000 Menschen sind für soziale und ökologische Gerechtigkeit im Globalisierungsprozess auf die Straßen gegangen. Ihr Protest richtete sich gegen die weltweit wachsende soziale Ungleichheit, gegen eine Globalisierung, die nur an mächtigen Wirtschaftsinteressen orientiert ist.
Mit 90.000 Mitgliedern in 50 Ländern versteht sich attac als Teil dieser globalen Bewegung. Auch in Deutschland bildet attac ein breites gesellschaftliches Bündnis von Menschen und Organisationen, die für soziale und ökologische Gerechtigkeit im Globalisierungsprozess streiten. Das Spektrum reicht von ver.di über den BUND und Pax Christi bis zu kapitalismuskritischen Gruppen.
Das Versprechen, die Globalisierung bringe Wohlstand für alle, hat sich nicht erfüllt. Im Gegenteil: Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer, sowohl innerhalb der Gesellschaften als auch zwischen Nord und Süd.
Motor dieser Art von Globalisierung sind die internationalen Finanzmärkte.
Banker und Finanzmanager setzen täglich Milliardenbeträge auf den Finanzmärkten um und nehmen über ihre Anlageentscheidungen immer mehr Einfluss auf die gesellschaftliche Entwicklung. Damit untergraben die Finanzmärkte die Demokratie.
Vortrag von Dr.-Ing. Silke Ötsch, Universität Innsbruck
Demgegenüber tritt attac für eine demokratische Kontrolle und Regulierung der internationalen Märkte für Kapital, Güter und Dienstleistungen ein. Wir sind davon überzeugt, dass die Wirtschaft den Menschen dienen muss und nicht umgekehrt. Politik muss sich an den Leitlinien von Gerechtigkeit, Demokratie und ökologisch verantwortbarer Entwicklung ausrichten. Nur so kann die durch die kapitalistische Wirtschaftsweise entstehende gesellschaftliche Ungleichheit ausgeglichen werden.
Attac will ein breites gesellschaftliches Bündnis als Gegenmacht zu den entfesselten Kräften der Märkte bilden. Dabei geht es nicht um ein Zurück zum vermeintlich idyllischen Zustand vergangener Jahrzehnte. Alternativen sind nötig und möglich. Die Behauptung, Globalisierung in ihrer jetzt herrschenden, neoliberalen Form sei ein alternativloser Sachzwang, ist reine Ideologie.
Wir setzen dem unsere Vorstellung von Globalisierung entgegen: internationale Solidarität von unten.
Eine andere Welt ist möglich.
Mit Aktionen soll der notwendige Druck auf Politik und Wirtschaft zur Umsetzung der Alternativen erzeugt werden. Ein wissenschaftlicher Beirat wird in Zukunft die Arbeit von attac inhaltlich begleiten. Attac setzt darauf, möglichst viele Menschen zu gewinnen und mit ihnen gemeinsam zu handeln.
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Veränderung beginnt vor OrtIm Mittelpunkt stehen bei attac die Menschen, die vor Ort und in bundesweiten Aktionsgruppen und Arbeitskreisen aktiv werden. In über 250 Orten gibt es bereits attac - Gruppen. Sie machen beispielsweise kreative Aktionen gegen die neue Welthandelsrunde der WTO oder vor der Filiale eines in Steueroasengeschäfte verwickelten Konzerns. Sie arbeiten inhaltlich an attac-Themen und organisieren Informationsveranstaltungen. |
Diese Frage darf mit Ja beantwortet werden.
Veränderungen brauchen immer Zeit, aber das Votum der EU-Parlamentarier zur Frage der Patentierbarkeit von Software - wie sie von diversen Konzernen gefordert wird - hat gezeigt, daß unsere Vertreter Entscheidungen zugunsten der Allgemeinheit treffen, wenn sie ausreichend über die Folgen ihres Abstimmungsverhaltens aufgeklärt werden.
Und hier geht es zu den bundesweiten attac -AGs und -Kampagnen...